(21.11.2018)

Aktuelle Infoveranstaltung des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. zeigt den Zeit- und Handlungsbedarf in Unternehmen.

Wenn es darum geht, die Nachfolge an der Unternehmensspitze zu regeln, ist Zeit der wichtigste Faktor. „Am besten mindestens drei Jahre vor dem geplanten Termin mit den Vorbereitungen anfangen. Es ist aufwendiger und langwieriger, als sich die meisten das vorstellen.“ Dabei spielt nicht nur die Größe des Unternehmens eine Rolle, sondern auch seine Struktur, seine Ausstattung und seine Marktposition. Alle diese Faktoren spielen zusammen, wenn es darum geht, die Rolle des Chefs für morgen zu definieren. Eine Erfahrung, die Markus Neuner, Nachfolgeexperte und stellvertretender Leiter des Bereichs Recht und Steuern bei der IHK für München und Oberbayern, in vielen Jahren als Ratgeber gesammelt und mit Unternehmern geteilt hat.

Bei einer Infoveranstaltung des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. „Was passiert, wenn der Chef ausfällt“ gab er den Teilnehmern den zusätzlichen Tipp mit auf den Weg: „Selbst wenn Sie noch keinen Zeitpunkt für eine Übergabe im Sinn haben, ist es ratsam, schon jetzt eine mögliche Nachfolge vorzubereiten. Denn das Risiko eines ungeplanten Wechsels an der Firmenspitze, zum Beispiel wegen Krankheit oder wegen eines Unfalls, ist immer gegeben.“ Fehlt in diesem Moment die Arbeitsgrundlage für das weitere Vorgehen und sind Formalitäten ungeklärt, ist das Unternehmen in dringender Gefahr – bis hin zum Risiko der Insolvenz und Geschäftsaufgabe. Ein hilfreiches Instrument zur Vorbeugung stellt das Notfallhandbuch der IHK dar. „Jedes Unternehmen muss ein vitales Interesse daran haben, in dieser absoluten Krisensituation einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen“, so Neuner. „Die gute Nachricht: Es ist möglich.“

Wie die rege Diskussion mit den Teilnehmern der LBS-Veranstaltung zeigte, stellt vor allem eine sachgerechte Bewertung des Unternehmens für den Übergebenden eine hohe Herausforderung dar. Hier mit ehrlichen Karten zu spielen und eine solide Übersicht zu haben, sei „Der Blick auf das, was man selber aufgebaut und investiert hat, fällt häufig zu optimistisch und wohlwollend aus“, kommentiert Neuner. „Da hilft es in der Regel schon weiter, wenn man sich mal in die Schuhe des Übernehmers stellt und das eigene Unternehmen von außen betrachtet.“ Unter diesen Vorzeichen bewertet er es zum Beispiel als positiv, dass sich unter den Teilnehmern auch die zweite Generation einer Unternehmerfamilie befand: „Da wissen später beide, wovon der andere redet und was er will.“

Für die LBS Akademie gehören solche Infoveranstaltungen zu den Grundpfeilern ihrer Arbeit. „Wir stehen unseren Mitgliedern mit unserem Aus- und Weiterbildungsangebot nicht nur bei der Umsetzung von Vorschriften und Innovationen zur Seite“, betont Akademie-Leiter Ludwig Kastl. „Darüber hinaus bilden die ständige Begleitung bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und der Zugang zu Experten bei zentralen Managementaufgaben praxisorientierte Schwerpunkte in unserem Portfolio.“ Das Programm für 2019 ist bereits komplett veröffentlicht und unter www.bildung-spedition.de abrufbar.

pdfLBS_Pressemitteilung_2018_Nov_Nachfolge

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LBS - Landesverband Bayerischer
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