LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure e.V.
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(20.01.2026)

MAN Truck & Bus hat im Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 101.600 Neufahrzeuge ausgeliefert und seinen Absatz damit um knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Und dies trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen – insbesondere im europäischen Truckmarkt, der sich in den Kernmärkten auf einem Niveau wie zu Corona-Zeiten bewegt. Treiber des Absatzwachstums waren unter anderem die batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV), die im Lkw- und Bussegment eine sehr dynamische Entwicklung verzeichneten.  

„Unsere starken Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen und das erfolgreiche Jahr im Van-Segment zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit verhaltener Nachfrage im europäischen Truckmarkt – in Deutschland vergleichbar mit den Corona-Jahren – konnten wir unseren Gesamtabsatz insgesamt steigern. Zudem treiben wir den Hochlauf unseres batterieelektrischen Portfolios konsequent voran. Mit dem Serienstart des MAN eTGL und den ersten Auslieferungen des eCoach runden wir 2026 unser Angebot ab und setzen klare Zeichen für nachhaltige Mobilität“, erklärt Friedrich Baumann, Vorstand für Sales und Customer Solutions bei MAN Truck & Bus SE. 

Das Truck-Segment blieb in einem schwierigen Marktumfeld nahezu stabil. Mit rund 63.300 verkauften Einheiten liegt der Absatz mit minus 0,6 % nur leicht unter dem Vorjahreswert. Hohe Nachfrage verzeichnete der eTruck, mit dessen Serienproduktion erst 2025 begonnen wurde. Abgesetzt wurden in 2025 über 620 Einheiten und auch für 2026 sind die Auftragsbücher für die eTrucks der schweren Reihe schon gut gefüllt. Der geplante Start der Serienproduktion des neuen MAN eTGL 12-Tonners gegen Ende 2026 wird das ePortfolio im Truck-Bereich weiter abrunden und markiert einen weiteren wichtigen Schritt von MAN in Richtung der Dekarbonisierung seines Fahrzeugangebots. 

Das Busgeschäft von MAN verzeichnete 2025 eine deutliche Erholung und stieg um knapp 49 Prozent auf über 7.000 Fahrzeuge an. Insgesamt waren auch im Bus die batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge die klaren Absatztreiber. Die Elektrobusse für den City-Bereich verzeichneten ein Absatzplus von über 118 Prozent auf über 1.300 Einheiten, was einen neuen Bestwert darstellt. Und das noch ohne den MAN Lion’s Coach E, der 2025 seine Weltpremiere feierte und ab Ende 2026 an erste Kunden im europäischen Markt gehen soll.  

Das Van-Segment von MAN erreichte mit über 31.300 Einheiten ein neues Hoch. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Plus von über 13 Prozent erzielt, was unter anderem auf die erfolgreiche anhaltende Internationalisierungsstrategie des Geschäfts mit dem MAN TGE zurückzuführen ist. 2025 wurden unter anderem weitere Märkte auf der arabischen Halbinsel erschlossen. 2026 soll das Geschäft weiter internationalisiert werden.   

Im Motorengeschäft lag MAN mit rund 9.400 abgesetzten Motoren leicht unter dem Vorjahresniveau, bedingt vor allem durch die anhaltende Schwäche im Agrargeschäft. Die rückläufige Nachfrage konnte jedoch durch eine weiterhin robuste Entwicklung im Marktsegment Marine und einem gestiegenen Volumen im Achs- und Komponentengeschäft kompensiert werden.  

Gemischtes Bild in den Märkten  

In Deutschland, Österreich und der Schweiz lag der Truckabsatz in einem insgesamt weiter schwachen Umfeld bei rund 21.200 Trucks und verzeichnete damit ein Minus von fast 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gut entwickelten sich die Sub-Segmente „Kommunal- und Baufahrzeuge“ sowie das Sattelzuggeschäft. Hier war MAN 2025 in Deutschland Marktführer. Die Van-Verkäufe legten in DACH 2025 um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Mit einem Absatz von über 12.300 Fahrzeugen wurde erstmals die Marke der 10.000 Fahrzeuge überschritten. Im Bus konnte im Vergleich zum schwachen Vorjahr eine Absatzsteigerung von 93 Prozentauf rund 1.900 Einheiten erzielt werden. Damit wurden in der DACH-Region insgesamt rund 35.400 Neufahrzeuge abgesetzt. 

In einem herausfordernden Umfeld konnten die Truck‑Verkäufe in Europa (ohne die DACH-Region) um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 31.300 Fahrzeuge gesteigert werden. Der Busabsatz stieg sogar um 1.200 Einheiten auf rund 3.700 Fahrzeuge an. Die Van‑Verkäufe legten im selben Zeitraum um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. In Spanien wurde ein Plus von insgesamt 500 Einheiten verzeichnet – ein außerordentlich hoher Zuwachs in einem Einzelmarkt. Insgesamt konnten knapp 53.800 Fahrzeuge in den Segmenten Truck, Bus und Van abgesetzt werden.  

Außerhalb von Europa blieb der Truckabsatz 2025 knapp 10.000 Einheiten und damit rund 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ursache hierfür waren anhaltende geopolitische Herausforderungen, die zu einem Rückgang der von MAN adressierbaren internationalen Märkte um bis zu 30 Prozent führten. Trotzdem konnte MAN seine Position in den wichtigsten internationalen Märkten erfolgreich behaupten und in einzelnen Ländern – darunter Marokko, Südkorea und Chile – sogar weiter ausbauen. Das Busgeschäft legte dank des starken Coach-Chassis-Segments um 10 Prozent im Vergleich zu 2024 zu und der Van war 2025 erstmals in Märkten außerhalb Europas verfügbar. Absatztreiber international waren die Märkte der Region Mittlerer Osten und der CIS-Staaten, die 70 Prozent des Truck- und Busabsatzes der internationalen Märkte generierten. Insgesamt konnten über 11.000 Einheiten in den Segmenten Truck, Bus und Van international abgesetzt werden

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