„Der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossene Masterplan Bayern Digital II hat eine gigabitfähige Infrastruktur in ganz Bayern bis 2025 zum Ziel und soll Bayern zu einer europäischen Hochburg für IT und IT-Sicherheit werden lassen. Diese Initiative begrüßt der LBS im Namen der bayerischen Speditions- und Logistikunternehmen“, erklärt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure. Laut einer aktuellen Studie von Roland Berger sind 95 Prozent der befragten europäischen Logistikunternehmen der Meinung, dass die Digitalisierung die Speditions- und Logistikbranche komplett oder zumindest zum Teil verändern wird. „Für diesen tiefgreifenden Wandel brauchen unsere Unternehmen jedoch die richtigen Rahmenbedingungen, um ihre Geschäftsmodelle und Serviceangebote anpassen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen zu können, denn die Speditions- und Logistikbranche gehört durch die Steuerung weltweiter Güterströme und dem damit gekoppelten komplexen Austausch von elektronischen Informationen zu den aktiven Gestaltern von digitalen Prozessen“, so Lehmann.

Mit dem Mobilitätspaket hat die Europäische Kommission ein umfangreiches Paket zur Neustrukturierung des wettbewerbs-, sozial- und umweltpolitischen Ordnungsrahmens für den Straßengüterverkehr in den EU-Mitgliedstaaten vorgelegt. „Das Paket enthält zwar Ansätze, um für die Marktteilnehmer in Europa gleiche Eintrittsvoraussetzungen zu schaffen. Der Revision bedürfen aber aus unserer Sicht einige Teile des Vorhabens. Dazu zählen unter anderem diejenigen Texte, die die Einhaltung der neuen Regelungen beispielsweise durch Kontrollen sicherstellen. Insbesondere das Entsenderecht sehen wir für unsere Branche kritisch“, stellt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure, die Position ihres Verbandes dar.

Ein wichtiger Teil des Mobilitätspakets ist eine Neufassung der Berufs- und Marktzugangsregeln im Güterkraftverkehrsgewerbe. Inhaltlich können die Mitgliedsstaaten festlegen, dass Unternehmen, die ausschließlich leichte Nutzfahrzeuge mit bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht einsetzen, den gleichen Regeln unterworfen werden wie Unternehmen mit schwereren Fahrzeugen.

Die Tiroler Behörden in Österreich führen auf der Inntalautobahn (A12) an bestimmten Tagen Blockabfertigungen für Lkw durch – Staus mit Längen von bis zu 30 Kilometern auf den deutschen und italienischen Autobahnen sind die Folge. Bei Blockabfertigung in Tirol dürfen pro Stunde maximal 250 bis 300 Lkw auf die Inntalautobahn auffahren. „Damit steigen die Risiken für die Verkehrssicherheit massiv an: Lkw müssen auf dem Seitenstreifen abgestellt werden, Rastanlagen sind überlastet, Fahrer stehen unter Druck. Für die bayerischen Speditions- und Logistikunternehmen bedeutet das drastische Verzögerungen, erhebliche Mehrbelastungen für das Fahrpersonal, Nichteinhalten wichtiger Kontrakte und damit drohende Vertragsstrafen aufgrund der Wartezeiten. Gleichzeitig steigt auch das Unfallrisiko für Pkw-Fahrer, verbunden mit unnötig verlängerten Reisezeiten“, bezieht Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS), Stellung.

Die Koalitionsgespräche für die neue Regierungsbildung sind in vollem Gange. „Deshalb appellieren wir jetzt an die agierenden Parteien, bereits in den Verhandlungen die Weichen für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik zu stellen. Den Wahlprogrammen müssen Taten folgen“, erklärt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS).

„Wir begrüßen es, dass die Parteien, die an den Koalitionsgesprächen teilnehmen, die Digitalisierung ganz vorne auf ihrer Agenda haben. Gerade der bundesweite Breitbandausbau ist unerlässliche Voraussetzung für die Digitalisierung unserer Branche. Aber auch die Entwicklungen beim Einsatz alternativer Kraftstoffe, die fortschreitende Verbreitung der E-Mobilität sowie die technische Entwicklung in Richtung vollautomatisiertes oder gar autonomes Fahren haben einen enormen Einfluss auf die Prozesse der Speditions- und Logistikbranche und können gleichzeitig aktuelle Brennpunkte wie die Einhaltung von Luftreinhalteplänen sehr positiv beeinflussen.“, so Lehmann. „Hier muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“

Die Speditions- und Logistikbranche – Architekten des Verkehrs und bedeutender Wirtschaftsfaktor

Der LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure e. V. wurde vor 70 Jahren gegründet und ist das Sprachrohr für die Bayerische Speditions- und Logistikbranche. Der Landesverband vertritt über 450 Mitglieder mit mehr als 30.000 Beschäftigten.

Die Speditions- und Logistikbranche ist die drittgrößte Branche in Deutschland, die unter Einsatz aller Verkehrsträger Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftverkehr Güter weltweit organisiert. Sie versorgt alle Bereiche der Wirtschaft mit logistischen Dienstleistungen, wird in die industriellen Produktionszyklen und Vertriebswege des Handels eingebunden und stellt damit eine unabdingbare Komponente für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes dar.

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