Der LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. legt anlässlich seines 70-jährigen Gründungsjubiläums ein Positionspapier vor. Die wesentlichen Positionen der bayerischen Speditions- und Logistikunternehmen spannen dabei den Bogen von den aktuellen Infrastrukturthemen aller Verkehrsträger bis zu den branchenübergreifenden Entwicklungen wie der Digitalisierung. „Mit unserem Positionspapier zeigen wir auf, welche Weichen gestellt werden müssen, damit die drittgrößte Branche Deutschlands weiterhin so leistungsfähig und erfolgreich unterwegs sein kann“, erklärt Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS. Der Bund hat mit Zustimmung der Länder den Weg frei gemacht für eine Bundesautobahngesellschaft. „Wir in Bayern sehen das sicherlich mit gemischten Gefühlen. Wir haben von einer gut funktionierenden und aktiven Auftragsverwaltung in Bayern profitiert. Unsere Aufträge enden aber in der Regel nicht an den bayerischen Landesgrenzen.

Und so muss es in unserem Interesse sein, dass wir uns auch, wenn wir den Freistaat verlassen, auf intakte, leistungsfähige und bedarfsgerecht ausgebaute Verkehrswege verlassen können“ – so Brenner. Da, wo es erforderlich ist, müssen ÖPP-Projekte sowie die Umsetzung mehrjähriger Finanzierungskonzepte durch die Übertragung der Verantwortung von den Ländern auf den Bund bis spätestens 2021 zügig realisiert werden, um den generellen Ausbau und Erhalt der Bundesautobahnen voranzutreiben.

Auch die Stärkung der Verkehrsträger Schiene und Binnenschiff sind dringend erforderlich, damit diese künftig wieder einen deutlichen größeren Anteil am Modal Split übernehmen können. Die Speditions- und Logistikbranche begrüßt in diesem Zusammenhang den Bundesverkehrswegeplan 2030 gerade auch im Hinblick auf die Priorisierung wichtiger Schienenprojekte in Bayern. Der Vorrang des Personenverkehrs gegenüber dem Güterverkehr wird leider jedoch nicht in Frage gestellt, was der LBS in seinem Positionspapier als wichtigen Diskussionspunkt sieht.

Aus bayerischer Sicht ist der Ausbau der Donau ein weiterer bedeutender Hebel, um den Verkehrsträger Straße zu entlasten und die Binnenschifffahrt zu stärken. Der LBS setzt sich daher auch weiterhin für den Ausbau in der Variante C 280 ein, um eine ganzjährige Schiffbarkeit der Donau zu erreichen.

Auch der Ausbau der 3. Start- und Landebahn am Flughafen München steht im Fokus der Speditions- und Logistikbranche. Schon heute wird konsolidierte Fracht aus Kapazitätsengpässen auf der Straße zu anderen Flughäfen „getruckt“. Dies ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Unsere Luftfrachtspediteure brauchen daher zeitnah eine Entscheidung für die 3. Start-und Landebahn.

Im Spannungsfeld eines stetig wachsenden Mobilitätsbedarfs für Personen und Güter und einem sich massiv verändernden Umweltbewusstsein hat die Speditions- und Logistikbranche schon früh angefangen, Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zu leisten. „Die Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, klar definierte Standards und ganzheitliche mobilitätsfreundliche Maßnahmenpakete, anstatt ideologiegetriebene Forderungen nach Fahrverboten“, so Brenner. Bei Thema Stickstoffdioxidemissionen im innerstädtischen Be-reich plädiert der LBS deshalb für eine ganzheitliches Konzept unter Einbezug aller Verkehrsträger, um die kommunale Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Um das Thema Digitalisierung weiter aktiv gestalten zu können, benötigt die Branche für den Austausch mit ihren Kunden und Partnern eine hochleistungsfähige IT- und Kommunikationsstruktur und damit eine strategische Netzausbaupolitik. „Wichtig ist uns ein flächendeckender Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz, der einen Mindeststandard von flächendeckend 100 Mbit/s garantiert“, erläutert Brenner.

pdfLBS Brennpunkt - LBS legt Positionspapier anlässlich seines 70-jährigen Bestehens vor.pdf

pdfLBS-Positionspapier zum 70-jährigen Bestehen 2017.pdf

Die Speditions- und Logistikbranche – Architekten des Verkehrs und bedeutender Wirtschaftsfaktor

Der LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure e. V. wurde vor 70 Jahren gegründet und ist das Sprachrohr für die Bayerische Speditions- und Logistikbranche. Der Landesverband vertritt über 450 Mitglieder mit mehr als 30.000 Beschäftigten.

Die Speditions- und Logistikbranche ist die drittgrößte Branche in Deutschland, die unter Einsatz aller Verkehrsträger Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftverkehr Güter weltweit organisiert. Sie versorgt alle Bereiche der Wirtschaft mit logistischen Dienstleistungen, wird in die industriellen Produktionszyklen und Vertriebswege des Handels eingebunden und stellt damit eine unabdingbare Komponente für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes dar.

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