Mit dem Mobilitätspaket hat die Europäische Kommission ein umfangreiches Paket zur Neustrukturierung des wettbewerbs-, sozial- und umweltpolitischen Ordnungsrahmens für den Straßengüterverkehr in den EU-Mitgliedstaaten vorgelegt. „Das Paket enthält zwar Ansätze, um für die Marktteilnehmer in Europa gleiche Eintrittsvoraussetzungen zu schaffen. Der Revision bedürfen aber aus unserer Sicht einige Teile des Vorhabens. Dazu zählen unter anderem diejenigen Texte, die die Einhaltung der neuen Regelungen beispielsweise durch Kontrollen sicherstellen. Insbesondere das Entsenderecht sehen wir für unsere Branche kritisch“, stellt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure, die Position ihres Verbandes dar.

Ein wichtiger Teil des Mobilitätspakets ist eine Neufassung der Berufs- und Marktzugangsregeln im Güterkraftverkehrsgewerbe. Inhaltlich können die Mitgliedsstaaten festlegen, dass Unternehmen, die ausschließlich leichte Nutzfahrzeuge mit bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht einsetzen, den gleichen Regeln unterworfen werden wie Unternehmen mit schwereren Fahrzeugen.

Die Koalitionsgespräche für die neue Regierungsbildung sind in vollem Gange. „Deshalb appellieren wir jetzt an die agierenden Parteien, bereits in den Verhandlungen die Weichen für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik zu stellen. Den Wahlprogrammen müssen Taten folgen“, erklärt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS).

„Wir begrüßen es, dass die Parteien, die an den Koalitionsgesprächen teilnehmen, die Digitalisierung ganz vorne auf ihrer Agenda haben. Gerade der bundesweite Breitbandausbau ist unerlässliche Voraussetzung für die Digitalisierung unserer Branche. Aber auch die Entwicklungen beim Einsatz alternativer Kraftstoffe, die fortschreitende Verbreitung der E-Mobilität sowie die technische Entwicklung in Richtung vollautomatisiertes oder gar autonomes Fahren haben einen enormen Einfluss auf die Prozesse der Speditions- und Logistikbranche und können gleichzeitig aktuelle Brennpunkte wie die Einhaltung von Luftreinhalteplänen sehr positiv beeinflussen.“, so Lehmann. „Hier muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“

In München werden Fahrverbote für Dieselfahrzeuge diskutiert, nachdem die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wegen überschrittener Stickstoffdioxidgrenzwerte erfolgreich geklagt hatte. 16 weitere deutsche Städte sind ebenfalls betroffen. „Die reibungslose Belieferung der Münchner Innenstadt muss oberste Prämisse bei der Abwägung der Maßnahmen zur Luftreinhaltung sein. Sonst steht die Versorgungssicherheit der Bevölkerung auf dem Spiel“, warnt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS).

Die Güterzüge rollen wieder auf der Rheintalstrecke. Vor der Vollsperre bei Rastatt wegen einer aufgetretenen Schienenabsenkung im August nutzten täglich 200 Güterzüge die Strecke. „Bei Baustellen kann es immer zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen. Doch die ebenfalls durch Bauarbeiten behinderten deutschen Ausweichstrecken und die durch regulatorische europäische Hürden erschwerte Nutzung der französischen Strecken werfen ein Schlaglicht auf die Probleme des Schienengüterverkehrs“, kommentiert Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure.

Die Speditions- und Logistikbranche – Architekten des Verkehrs und bedeutender Wirtschaftsfaktor

Der LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure e. V. wurde vor 70 Jahren gegründet und ist das Sprachrohr für die Bayerische Speditions- und Logistikbranche. Der Landesverband vertritt über 450 Mitglieder mit mehr als 30.000 Beschäftigten.

Die Speditions- und Logistikbranche ist die drittgrößte Branche in Deutschland, die unter Einsatz aller Verkehrsträger Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftverkehr Güter weltweit organisiert. Sie versorgt alle Bereiche der Wirtschaft mit logistischen Dienstleistungen, wird in die industriellen Produktionszyklen und Vertriebswege des Handels eingebunden und stellt damit eine unabdingbare Komponente für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes dar.

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