Der LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. unterstützt umfassende Maßnahmen für mehr Lkw-Sicherheit und macht aber auch auf Schwachstellen in der aktuellen Diskussion aufmerksam.

„Wegen des hohen Anteils von Auffahrunfällen durch schwere Nutzfahrzeuge besonders auf Bundesautobahnen und der schweren Folgen müssen die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Notbrems-Assistenzsysteme für solche Situationen erhöht werden.“ So heißt es in einer Entschließung (131/18) des Bundesrates „für eine Modernisierung und Erweiterung der EU-Regelungen für Notbremsassistenten und Abstandswarner in schweren Nutzfahrzeugen“. Damit hat die Länderkammer einen erneuten Vorstoß unternommen, um die Bundesregierung dazu zu bringen, sich bei der EU für strengere Vorgaben beim Einsatz von Notbremsassistenten (Advanced Emergency Breaking System – AEBS) in Lkw stark zu machen.

Der LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. sieht in der Ausdehnung der Lkw-Maut einen weiteren Schritt in Richtung von noch mehr „Nutzerfinanzierung“. Höhe und Umfang weitergereichter Kosten unterliegen allerdings unternehmerischen Entscheidungen.

Nach der Ausdehnung der Mautpflicht auf Bundesstraßen im Juli 2018 wird mit der geplanten Erhöhung der Mautsätze zu Beginn des Jahres 2019 eine zweite massive Kostensteigerung für den Straßengüterverkehr innerhalb von sechs Monaten zu Buche schlagen. „Beide Erhöhungen müssen letztlich weitergegeben werden. Für unsere Unternehmen gilt: Wie bei jeder zusätzlichen Kostenposition wird jetzt die zusätzliche Bundesstraßen-Maut oder eine Erhöhung der Mautsätze in die Kalkulation für die Frachtkosten einfließen müssen“, so LBS-Geschäftsführerin Sabine Lehmann.

„Der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossene Masterplan Bayern Digital II hat eine gigabitfähige Infrastruktur in ganz Bayern bis 2025 zum Ziel und soll Bayern zu einer europäischen Hochburg für IT und IT-Sicherheit werden lassen. Diese Initiative begrüßt der LBS im Namen der bayerischen Speditions- und Logistikunternehmen“, erklärt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure. Laut einer aktuellen Studie von Roland Berger sind 95 Prozent der befragten europäischen Logistikunternehmen der Meinung, dass die Digitalisierung die Speditions- und Logistikbranche komplett oder zumindest zum Teil verändern wird. „Für diesen tiefgreifenden Wandel brauchen unsere Unternehmen jedoch die richtigen Rahmenbedingungen, um ihre Geschäftsmodelle und Serviceangebote anpassen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen zu können, denn die Speditions- und Logistikbranche gehört durch die Steuerung weltweiter Güterströme und dem damit gekoppelten komplexen Austausch von elektronischen Informationen zu den aktiven Gestaltern von digitalen Prozessen“, so Lehmann.

Die Tiroler Behörden in Österreich führen auf der Inntalautobahn (A12) an bestimmten Tagen Blockabfertigungen für Lkw durch – Staus mit Längen von bis zu 30 Kilometern auf den deutschen und italienischen Autobahnen sind die Folge. Bei Blockabfertigung in Tirol dürfen pro Stunde maximal 250 bis 300 Lkw auf die Inntalautobahn auffahren. „Damit steigen die Risiken für die Verkehrssicherheit massiv an: Lkw müssen auf dem Seitenstreifen abgestellt werden, Rastanlagen sind überlastet, Fahrer stehen unter Druck. Für die bayerischen Speditions- und Logistikunternehmen bedeutet das drastische Verzögerungen, erhebliche Mehrbelastungen für das Fahrpersonal, Nichteinhalten wichtiger Kontrakte und damit drohende Vertragsstrafen aufgrund der Wartezeiten. Gleichzeitig steigt auch das Unfallrisiko für Pkw-Fahrer, verbunden mit unnötig verlängerten Reisezeiten“, bezieht Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS), Stellung.

Derzeit werden bundesweit 70,8 Prozent aller Güter auf der Straße befördert, 18 Prozent auf der Schiene und 8,5 Prozent mit dem Binnenschiff. „Die bayerische Speditions- und Logistikbranche agiert verkehrsträgerneutral und braucht daher generell einen stärkeren Schienengüterverkehr. Die gestiegenen Erwartungen der Konsumenten und Unternehmen an die logistischen Wertschöpfungsketten lassen sich nur mit der Nutzung aller Verkehrsträger erfüllen“, sagt Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure.

In 2016 konnte der Flughafen München in der Kategorie Starts und Landungen ein Wachstum von vier Prozent im Vergleich zu 2015 verbuchen. Gleichzeitig steigerte der Airport den Luftfrachtumschlag auf 334.497 Tonnen in 2016 – das bedeutet ein Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist eine sehr positive Entwicklung für unsere Branche“, erklärt Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS – Landesband Bayerischer Spediteure.

Seit 1. Januar 2017 gilt für das modulare Konzept des Lang-Lkw in Deutschland der Regelbetrieb innerhalb eines Positivstreckennetzes. „Wir begrüßen diesen Schritt des Bundesverkehrsministeriums Die Unternehmen unserer Speditions- und Logistikbranche haben jetzt Investitionssicherheit, wenn sie sich für den Betrieb von modularen Lang-Lkw entscheiden“, konstatiert Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure.
Lang-Lkw sind Fahrzeuge mit einer Länge von bis zu 25,25 Metern. Das zulässige Gesamtgewicht darf dabei die bisher gültige Höchstgrenze von rund 40 Tonnen (44 Tonnen im kombinierten Verkehr) für konventionelle Lkw nicht überschreiten.

Am 1. Januar 2017 trat in Österreich das Lohn- und Sozialdumping Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) in Kraft. „Die bürokratischen Hürden, die das österreichische Bundesministerium der Finanzen in der Ausgestaltung der Mindestlohnmeldeverpflichtungen vorsieht, erschweren den grenzüberschreitenden Verkehr in einem bislang nicht bekannten Ausmaß“, kommentiert Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure, die neue österreichische Bestimmung. „Die Auswirkungen dieses Gesetzes treffen unsere Speditions- und Logistikbranche zudem überraschend, denn noch im November vergangenen Jahres ergaben Anfragen bei der Wirtschaftskammer Österreich keinerlei Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Ausdehnung der Mindestlohnmeldeverpflichtungen“, fügt Brenner hinzu.

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